Da die Leistungsdichten in Halbleiter-, EV-, Luft- und Raumfahrt-, HF- und industriellen Elektronikanwendungen weiter zunehmen, sind Substratmaterialien zu einem kritischen Faktor für das Wärmemanagement und die langfristige Zuverlässigkeit geworden.
Unter den fortschrittlichen Keramiksubstraten werden häufig drei Materialien in Betracht gezogen:
Jedes bietet einzigartige Vorteile in Bezug auf Wärmeleitfähigkeit, mechanische Festigkeit, Thermoschockbeständigkeit und Kosten.
Wir werden diese drei Materialien vergleichen, um Ihnen eine klarere Wahl des richtigen zu ermöglichen.
| Eigenschaft | AlN | BeO | Si₃N₄ |
|---|---|---|---|
| Wärmeleitfähigkeit | 170–230 W/m·K | 250–330 W/m·K | 70–95 W/m·K |
| Biegefestigkeit | 300–400 MPa | 200–300 MPa | 700–1000 MPa |
| Bruchzähigkeit | 2,5–3,5 MPa·m½ | 2–3 MPa·m½ | 6–8 MPa·m½ |
| CTE | 4,5 ppm/K | 7–8 ppm/K | 3,0–3,3 ppm/K |
| Elektrische Isolierung | Hervorragend | Hervorragend | Hervorragend |
| Thermoschockbeständigkeit | Gut | Mäßig | Hervorragend |
| Toxizitätsbedenken | Keine | Erheblich | Keine |
| Relative Kosten | Hoch | Sehr hoch | Hoch |
| Halbleiter-Adoption | Sehr hoch | Begrenzt | Wachsend |

Für die Wärmeableitung ist die Wärmeleitfähigkeit zweifellos das wichtigste Auswahlkriterium. Unter diesen drei Materialien hat Aluminiumoxid (BeO) die beste Wärmeleitfähigkeit, gefolgt von Aluminiumnitrid. Natürlich ist es nicht umfassend, nur die Wärmeleitfähigkeit zu berücksichtigen.
Aus mechanischer Zuverlässigkeitssicht sind sowohl AlN als auch BeO Si₃N₄ unterlegen. Im Vergleich zu den anderen beiden Materialien weist Siliziumnitrid eine 2–3 mal höhere Festigkeit auf. Gleichzeitig liegt seine Bruchzähigkeit nur hinter Zirkonoxid zurück, und Si₃N₄ besitzt zudem die beste Thermoschockbeständigkeit der drei Materialien. Daher sollte die endgültige Materialauswahl durch Abwägung der Anforderungen an die Wärmeleitfähigkeit gegen die mechanische Zuverlässigkeit und die Einsatzbedingungen getroffen werden.
Ein niedrigerer CTE bedeutet im Allgemeinen eine bessere Anpassung an Siliziumchips.
| Material | CTE |
|---|---|
| Si₃N₄ | 3,0–3,3 ppm/K |
| Silizium | 3–4 ppm/K |
| AlN | 4,5 ppm/K |
| BeO | 7–8 ppm/K |
Hinsichtlich der Kosten lautet die Reihenfolge Siliziumnitrid → Aluminiumnitrid → Berylliumoxid, der tatsächliche Preis hängt jedoch auch von der Materialgröße, speziellen Verarbeitungsanforderungen und der Bearbeitungsschwierigkeit ab.
In der Praxis sehe ich häufig, dass Aluminiumnitrid gewählt wird, wenn Wärmeleitfähigkeit und Wärmeableitung im Vordergrund stehen, beispielsweise in der Halbleiter-Waferverarbeitung und Verpackungsausrüstung. Siliziumnitrid hingegen ist oft die bessere Wahl, wenn höhere mechanische Festigkeit, Zuverlässigkeit und Beständigkeit gegen Stöße oder Thermoschock erforderlich sind.
Was Berylliumoxid betrifft, habe ich beobachtet, dass regulatorische und handhabungsbezogene Bedenken den Markt allmählich in Richtung Aluminiumnitrid verschoben haben. Wenn die Anwendung jedoch eine außergewöhnlich hohe Wärmeleitfähigkeit erfordert, bleibt BeO dennoch ein wichtiges Material, insbesondere in militärischen, luft- und raumfahrttechnischen sowie anderen Hochleistungssystemen.
Meiner Ansicht nach gibt es kein einzelnes „bestes“ Keramiksubstratmaterial. Die richtige Wahl hängt immer von den spezifischen Anforderungen der Anwendung ab. Wenn ich die Auswahlkriterien vereinfachen würde:
Wenn das Ziel maximale Wärmeleitfähigkeit ist, würde ich BeO in Betracht ziehen.
Wenn das Ziel die beste Balance zwischen thermischer Leistung und elektrischer Isolierung ist, würde ich AlN wählen.
Wenn mechanische Festigkeit, Haltbarkeit und langfristige Zuverlässigkeit oberste Priorität haben, würde ich Si₃N₄ empfehlen.
Letztendlich glaube ich, dass die Materialauswahl mit den tatsächlichen Betriebsanforderungen der Anwendung beginnen sollte, anstatt sich auf eine einzelne Eigenschaft zu konzentrieren.
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